»Die Säulen der Welt im anbrechenden Digitalzeitalter sind bröckelig. Die Technologien, auf denen die Vernetzung des Alltags und die Informationsströme der Wirtschaft beruhen, ähneln eher provisorischen Holzgestellen als soliden Stahlkonstruktionen. Meistens funktioniert alles – solange niemand an den Brettern rüttelt oder einen Balken durchsägt.«
—Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Club (CCC), Essay vom 19.9.2015

Ich sehe bei der Diskussion um das anbrechende „Digitalzeitalter“ grosse Parallelen zum „Atomzeitalter“ – teilweise mit vertauschten Rollen was die treibenden Kräfte angeht – aber in punkto Technikfolgen mit ähnlichem politisch-gesellschaftlichen Diskussionsbedarf.

Aufgrund der aktuellen technischen Probleme (mit Software- und Hardware-Bugs, etc.), die organisatorischen Herausforderungen (bzgl. Datenschutz, juristischen Regulierungen, etc.) sowie die gesellschaftlichen Implikationen (bspw. in sogenannten „Sozialen Netzwerken“, hinsichtlich Transformation der Arbeit, etc.) werden zunehmend eine kritische Technikfolgenabschätzung* erfordern.

Mir kommt es so vor, als würden wir im „Digitalzeitalter“ ähnlich wie im „Atomzeitalter“ darauf hoffen, dass uns da schon was einfallen wird, während wir die jeweiligen Technologien schon mal in Betrieb nehmen und nutzen: Sicherheit, Schutz, Endlagerung, etc. schaffen es nur im Krisenmodus nach Katastrophen auf die Agenda. Eine Frage der Technik ist aber nie nur eine technische Frage – neben dieser Erkenntnis hat Vilém Flusser (1920-1991) auch auf ein Merkmal des Fortschritts hingewiesen: Alles wird strukturell komplexer, um funktionell einfacher zu werden. Dies scheint mir im „Digitalzeitalter“ besonders deutlich zu werden.

Auf politischer Ebene wird seit geraumer Zeit diskutiert, auf die Erzeugung von Atomenergie beziehungsweise den Verbrauch von Atomstrom komplett zu verzichten – dies wird als Atomausstieg (auch Kernkraftausstieg oder Atomverzicht) bezeichnet. Einen vollständigen Ausstieg aus der Erzeugung von Atomenergie hat bisher Italien durchgeführt, weitere Staaten wie Deutschland, Belgien und die Schweiz haben einen Atomausstieg angekündigt bzw. ihn in die Wege geleitet. Andere Staaten brachen zum Teil weit vorangeschrittene Atomprogramme ab.

Der Atomausstieg ist ein wichtiger Teilaspekt der Energiewende – diese ist jedoch deutlich weiter gefasst und sieht langfristig die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien sowie den völligen Verzicht auf konventionelle Energieträger (Kernbrennstoffe als auch fossile Brennstoffe) vor. Dabei geht es um die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit erneuerbaren Energien. Ziel der Energiewende ist es, die von der konventionellen Energiewirtschaft verursachten ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren und die dabei anfallenden, bisher im Energiemarkt kaum eingepreisten, externen Kosten vollständig zu internalisieren.

Der Physiker Hans Geitel prägte 1899 den Begriff Atomenergie als einer der ersten. Dies bezog sich auf die im Zusammenhang mit radioaktiven Zerfallsprozessen auftretenden Phänomene – später kamen die Synonyme Atomkernenergie, Atomkraft, Kernkraft und Kernenergie hinzu. Um 1890 wurden erste Experimente zur Radioaktivität durchgeführt. Antoine Henri Becquerel, Marie und Pierre Curie und andere hatten das Ziel, Kernreaktionen zu erforschen. 1938 entdeckten Otto Hahn und Fritz Straßmann die induzierte Kernspaltung von Uran, die 1939 von Lise Meitner und Otto Frisch theoretisch erklärt wurde. Zusammen mit dem insbesondere von Frédéric und Irène Joliot-Curie erbrachten Nachweis, dass eine Kettenreaktion möglich ist, weil bei jeder durch ein Neutron ausgelösten Kernspaltung mehrere weitere Neutronen freigesetzt werden, wurden die praktischen Anwendungsmöglichkeiten der Kernspaltung klar.

Zuerst wurden diese Erkenntnisse für die militärische Forschung während des Zweiten Weltkrieges genutzt. Im Rahmen des Manhattan-Projekts gelang Enrico Fermi am 2. Dezember 1942 die erste kontrollierte nukleare Kettenreaktion in einem Kernreaktor in Chicago (Chicago Pile One). Während das Ziel des von Robert Oppenheimer geleiteten Manhattan-Projekts mit der ersten erfolgreich gezündeten Atombombe am 16. Juli 1945 (Trinity-Test) erreicht wurde, gelang es der deutschen Forschungsgruppe unter Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker bis zum Kriegsende nicht, einen funktionierenden Kernreaktor zu entwickeln (Uranprojekt).

Auf die japanische Metropole Hiroshima wurde am Morgen des 6. August 1945 aus dem Bomber Enola Gay der USAAF die Atombombe Little Boy abgeworfen. Die Explosion in 600 Meter Höhe zerstörte um 8:15 Uhr Ortszeit ungefähr 80% der bis dahin unbeschädigten Stadt. Bei diesem ersten Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg wurden schätzungsweise 90.000 Personen sofort getötet; an den Spätfolgen starben weitere 90.000 bis 166.000 Menschen. Die noch lebenden Opfer des Angriffs werden in Japan als „Hibakusha“ bezeichnet und leiden an den Folgen der Verstrahlung bis heute. Am 31. Oktober 1952 wurde die erste auf Kernfusion beruhende Wasserstoffbombe gezündet. Einen Staat, der über Atomwaffen verfügt und zusätzlich die geeigneten Trägersysteme besitzt, um diese einsetzen zu können, bezeichnet man als Atommacht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die militärische Forschung fortgesetzt. Parallel wurde die zivile Verwendung der Kernenergie entwickelt. Ende 1951 erzeugte der Forschungsreaktor EBR-I im US-Bundesstaat Idaho erstmals elektrischen Strom aus Kernenergie und erleuchtete am 20. Dezember vier Glühlampen. Das erste Kraftwerk zur großtechnischen Erzeugung von elektrischer Energie wurde 1954 mit dem Kernkraftwerk Obninsk bei Moskau in Betrieb genommen. 1955 folgte das Kernkraftwerk Calder Hall in Nord-West England auf dem Gelände des Nuklearkomplexes Sellafield.

Die Verwendung der Begriffe mit der Vorsilbe „Atom-“ hat eine politisch-ideologisch motivierte Verschiebung hin zu „Kern-“ erfahren. 1955 wurde in Deutschland das Bundesministerium für Atomfragen geschaffen, das 1957 in Bundesministerium für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft und 1962 in Bundesministerium für Wissenschaftliche Forschung umbenannt wurde. Die Leiter des Atomministeriums wurden als Atomminister bezeichnet. Auch die im Jahr 1957 gegründete Europäische Atomgemeinschaft (EAG oder heute EURATOM) erhielt ihren Namen mit dem damals überwiegend positiv besetzten Begriff Atom. Eine 1955 in Genf abgehaltene Konferenz mit hochrangigen Wissenschaftlern trug den Titel International Conference on the Peaceful Uses of Atomic Energy und wurde in deutschen Medien als Atomkonferenz bekannt. In der Folge dieser Konferenz wurde 1957 die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) gegründet.

Der Lobbyverband der an der Technik interessierten deutschen Unternehmen wurde 1959 als Deutsches Atomforum gegründet. In den folgenden Jahrzehnten distanzierten sich die Befürworter der Technik von der Vorsilbe Atom und verwendeten in Deutschland ausschließlich Kern. Parallel dazu geschah im englischen Sprachraum eine Verschiebung von atomic zu nuclear. Als Grund gilt die zunehmend negative Assoziation durch die Begriffe Atombombe und Atomkrieg – insbesondere aufgrund des sich verschärfenden Kalten Kriegs infolge der Kubakrise. Kritiker behielten dagegen die Vorsilbe Atom sowohl in der Eigenbezeichnung Atomkraftgegner als auch in Slogans wie etwa „Atomkraft? Nein danke“ bei. Sie sprachen weiterhin von Atomenergie und Atomkraftwerken mit der Abkürzung AKW. Alle diese Begriffe bezogen sich auf die Kernspaltungsenergie. Der Begriff „Atomkernenergie“ umfasst auch die „Kernfusionsenergie“.

Der Ausbau der Kernenergie in Westdeutschland erfolgte dabei nicht marktgetrieben bzw. als Reaktion auf eine Energieknappheit. Stattdessen kam staatlichen Instanzen die Schlüsselrolle zu, während z.B. die Energieversorgungsunternehmen lange der bremsende Faktor bei der Durchsetzung der Kernenergie waren. Es wird sogar die Auffassung vertreten, dass in den Anfangsjahren der entscheidende Antrieb für das deutsche Kernenergieprogramm darin bestand, damit die Option auf eine Nuklearbewaffnung zu schaffen. Während die deutsche Atompolitik in Fortsetzung des Atomprojekts während der NS-Diktatur zunächst auf den Schwerwasserreaktor setzte, übernahm man in den 1960er Jahren das günstigere amerikanische Konzept des Leichtwasserreaktors – ein „Sieg der Ökonomen über die Techniker“.

In den 1970er Jahren wurde insbesondere nach der ersten Ölkrise 1973 der Bau von Kernkraftwerken forciert. Im Zuge der Proteste der Anti-Atomkraft-Bewegung gegen den Bau des Kernkraftwerks Wyhl 1975 in Deutschland entstand eine größere Opposition gegen die zivile Nutzung der Kernenergie. In Österreich wurde 1978 in einer Volksabstimmung beschlossen, das bereits fertig gebaute Kernkraftwerk Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen. Die Kritik an der Kernkraft verstärkte und verschärfte sich insbesondere durch das schwere Reaktorunglück im Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg (USA) am 28. März 1979, bei dem es erstmals zu einer partiellen Kernschmelze kam.

Am 26. April 1986 ereignete sich die Katastrophe von Tschernobyl, bei der nach einer Kernschmelze auch in Westeuropa große Mengen von Radioaktivität niedergingen. In der Folge nahm insbesondere in Europa die Kritik an der Nutzung der Kernenergie deutlich zu. Im Jahr 2000 wurde in Deutschland auf Druck der Bundesregierung der Ausstieg aus der kommerziellen Nutzung der Kernenergie bis etwa 2020 beschlossen. In diesem Rahmen wurden bis 2005 zwei Kernkraftwerke vom Netz genommen. 2010 beschloss die schwarz-gelbe Koalition Kabinett Merkel II eine Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke um 8 bzw. 14 Jahre. Dieser Beschluss war politisch und gesellschaftlich stark umstritten (erst recht seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan seit März 2011). Der schwere Unfall in Fukushima hat gezeigt, dass der weltweit verbreitete Leichtwasserreaktor mit Mark-I Containment von General Electric den Ansprüchen an Sicherheit nicht abschließend genügt, wobei die Gründe für den Unfall auch in Fehlentscheidungen des Betreibers (Wirtschaftlichkeit vor Sicherheit) und Nachlässigkeit der Behörden lagen. Als Reaktion darauf verkündete die Bundesregierung im März 2011 zunächst ein dreimonatiges Atom-Moratorium, schließlich wurde im Atomkonsens der Ausstieg bis zum Jahr 2022 beschlossen, die acht ältesten Kernkraftwerke wurden sofort stillgelegt.

Im Gegensatz zum „Atomzeitalter“ sind bei der Nutzung von Internet-Technologien wirtschaftliche Akteure die treibenden Kräfte. Sie schaffen permanent neue Fakten. Die Politik kommt diesmal erst im Nachgang zum Zug – wie auch die Gegner. Digitale Produkte werden in einer so hohen Taktrate technisch umgesetzt und verkauft, bevor diese überhaupt gesellschaftlich verstanden werden können. Unsere gegenwärtigen politischen und juristischen Systeme sind einfach nicht in der Lage, den „Capitalism on speed“ einzuhegen. Wir können nur noch Schadensbegrenzung für die nachfolgenden Generationen betreiben – so ähnlich wie beim Betrieb von Atomkraftwerken. Dieser schmerzhafte politisch-gesellschaftliche Erkenntnisprozess was das „Digitalzeitalter“ betrifft, steht uns in seiner Gänze vermutlich erst noch bevor.

Die entsprechenden „Datenkraftwerke“ (wie Google, Facebook & Co.) sind ja bereits seit Jahren in Betrieb. Ich tippe darauf, dass es auf eine Diskussion um „Endlagerung“ und „Ausstieg“ hinauslaufen wird – über „Zerschlagung“ wie seinerzeit im Energiesektor wird ja bereits diskutiert**. Ein anderes Szenario wäre ein Super-GAU im Sinne „Tschernobyl bzw. Fukushima der Daten“. Die entsprechenden Vorboten sind spätestens seit „Snowden (2013)“ nicht mehr zu ignorieren – weitere Einschläge folgten wie bspw. „Heartbleed (2014)“ bis zu den aktuell bekannt gewordenen Sicherheitslücken „Spectre“ und „Meltdown“ (2017/18), letzteres vermutlich nicht zufällig als „Kernschmelze“ bezeichnet, einen schweren Unfall in einem Atomreaktor...


* Folge 275 des Podcasts „omega tau science & engineering“ vom 4.1.2018 [1:36:46]
Gespräch mit Prof. Dr. Armin Grunwald vom Institut für Technikfolgenabschätzung am KIT in Karlsruhe: Themen sind die gesellschaftliche Relevanz von Technik und deren Folgen, erfolgversprechende Methoden der Bürgerbeteiligung, sowie die Rolle von Modellen bei der Abschätzung der Folgen der Entwicklung oder Einführung von Technologien. Es werden aktuelle und historische Beispiele diskutiert.

Ergänzung vom 12.2.2018:
Chinas Weg in die IT-Diktatur [27:46]
Wie mögliche Technikfolgen aussehen können, führt der chinesische Zentralstaat seit einigen Jahren vor: Bis zum Jahr 2020 soll im ganzen Land ein möglichst umfassendes, miteinander verzahntes „Sozialkreditsystem“ aufgebaut werden. Das Verhalten seiner Bewohnerinnen und Bewohner soll digital durchleuchtet und umfassend bewertet werden – mit anschliessender Belohnung oder Sanktion in anderen Lebensbereichen.


** Die Kritik an Facebook wächst täglich. Es wird eine strengere Regulierung und neuerdings gar die Zerschlagung des sozialen Netzwerks gefordert. (Caspar Busse und Helmut Martin-Jung auf sz.de am 25.1.2018)

Die Vorreiterfigur der sozialen Medien, Mark Zuckerberg, steht massiv in der Kritik. Über die Vernetzung zwischen Menschen lässt sich derzeit wenig Positives sagen. In der öffentlichen Wahrnehmung ändert sich gerade etwas grundlegend. Facebook ist eines der mächtigsten, wenn nicht das mächtigste Unternehmen der Welt, was den Einfluss auf Wahrnehmung und Sozialverhalten sowie Reichweite angeht. Und Facebook hat mehrfach bewiesen, dass es bisher nicht in der Lage ist, diese Macht angemessen zu kontrollieren. Facebook hat es über Jahre nicht ernsthaft interessiert, was auf seiner Plattform geschah, solange ausreichend Werbung geschaltet wurde. (Kolumnen von Sascha Lobo auf spon.de am 7.2.2018 und am 21.3.2018)

Datenmissbrauch bei Facebook: Der blaue Riese wankt. Der Datenmissbrauch von Cambridge Analytica setzt Facebook unter Druck. Der Fall ist nur der jüngste in einer Reihe von Skandalen, die Facebooks öffentliches Ansehen schwer beschädigt haben. Politiker fordern Konsequenzen und drohen mit Regulierung und Sanktionen, die Facebook empfindlich treffen könnten. (Beitrag von Simon Hurtz auf sz.de am 20.3.2018)


Jahrzehntelang pflegten die deutschen Energieversorger das Leitbild des „integrierten Unternehmens“, das den Strom erzeugt, ihn transportiert und verkauft. Die Bundesnetzagentur regelte in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts schrittweise die Erlöse aus dem Stromnetz herunter. Bis dato verdienten die Unternehmen üppig an ihren Stromnetzen, mitunter hielt ihnen das Netzmonopol auch lästige Konkurrenz vom Hals. Inzwischen aber sind die Stromnetze bis ins Detail reguliert, die Renditen sind deutlich gesunken. (Kommentar von Michael Bauchmüller auf sz.de am 17.5.2010)

Ergänzung vom 14.3.2018:
Deutscher Energiemarkt steht vor gewaltigem Umbruch
Der Energiemarkt steht vor einer spektakulären Neuordnung. Deutschlands größte Versorger Eon und RWE wollen das Geschäft mit Kraftwerken, erneuerbaren Energien und Netzen komplett neu unter sich aufteilen. (Artikel von Markus Balser, Benedikt Müller und Jan Schmidbauer auf sz.de, 12.3.2018)

Markt. Macht. Milliarden – der neue Stromdeal [52:55]
Wenn eine Elefantenhochzeit mit ganz sanften Tönen eingeleitet wird, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Wenn zwei bisherige Konkurrenten plötzlich gemeinsame Sache machen, ebenso. Beides gilt für den ganz großen Deal der Stromer Eon und RWE, die sich zusammentun, um den Markt unter sich aufzuteilen. Bislang haben die Energiekonzerne nicht mit großen Anpassungsleistungen an zukunftsträchtige Formen von Energieerzeugung und -versorgung geglänzt. Jetzt soll auf einen Schlag alles anders und neu werden – und natürlich Gewinne bringen. Wer kontrolliert die neue Marktmacht am Ende, aus wessen Tasche kommen die erhofften Gewinne, und was bedeutet das Ganze für Energiewende und Klimaschutz? (hr2 Der Tag, Sendung vom 14.3.2018)


Ergänzung vom 14.2.2018:
Deutschland 1988 – Radiobeitrag von vor 30 Jahren [43:54]
Reise in eine Zeit, in der den meisten Deutschen das Internet unbekannt war. Es wird über eine Spezies von „Datenreisenden“ berichtet, welche sich im „Datendickicht“ bewegen können und die zugrundeliegenden technischen Systeme erkunden. Diese „Hacker“ bspw. vom CCC entmystifizierten bereits damals das verkündete Heilsversprechen der neuen Computer- und Netzwerktechnik. Sowohl Behörden als auch Systembetreiber bestritten vehement vorhandene Probleme bei Datenschutz und Datensicherheit...

Ergänzung vom 23.3.2018:
DER SPIEGEL vom 1.10.1979: „Privat-TV gefährlicher als Kernenergie“
Bundeskanzler Helmut Schmidt erwägt, den Streit um private Fernsehprogramme zum Wahlkampfthema 1980 zu machen. Die geplante Verkabelung von Städten ist vorerst gestoppt; um die Bürger vor den schädlichen Einflüssen einer Reizüberflutung zu schützen, wollen die Sozialdemokraten notfalls das Grundgesetz ändern. (aufgelesen im Podcast Logbuch:Netzpolitik, Folge LNP248 vom 21.3.2018)

Ergänzung vom 20.4.2018:
Atombombe und Moral: Die Waffe, die nicht sein darf [19:25]
Mehr als 120 Staaten haben bei der UNO einen Vertrag vorgelegt, um Atomwaffen zu ächten. Auch Repräsentanten aller Weltreligionen unterstützen dieses Anliegen: Die Bombe gilt in ihren Augen als das Böse schlechthin, ihr Besitz als Sünde, ihr Einsatz als Apokalypse. Doch das Wettrüsten geht weiter. (Deutschlandfunk, Aus Religion und Gesellschaft, 18.4.2018)


Historischer Abriss entnommen aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Atomkraftwerk
https://de.wikipedia.org/wiki/Atomenergie
https://de.wikipedia.org/wiki/Atomausstieg
https://de.wikipedia.org/wiki/Atommacht
https://de.wikipedia.org/wiki/Energiewende


URL http://christianmeier.info/2018/2/von-datenkraftwerken-und-einer-internetwende
License CC BY-SA 3.0